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Besser leben ohne Zucker?

Zucker in der Ernährung ist ein Thema, das mich schon lange beschäftigt. Vor vielen Jahren verzichtete ich in der Fastenzeit schon einmal auf Zucker – „7 Wochen ohne“ hieß die Aktion damals, die ich immerhin 5 1/2 Wochen durchhielt. Seitdem achte ich immer wieder mal mehr und mal weniger auf möglichst zuckerarme Ernährung. Als ich letzte Woche in der Bücherei war, stieß ich auf das Buch „Voll verzuckert – That Sugar Book“. Der Titel sprang mir nahezu ins Gesicht. Wenn das keine Aufforderung war, mich noch einmal mit dem Thema auseinanderzusetzen? Vor allem, nachdem ich die letzten Tage bewusst wahrgenommen hatte, wie viele Süßigkeiten aktuell bei uns zuhause herumlagen und natürlich auch vor allem von den Kindern gegessen wurden.

Die Zuckerinvasion

In den Wintermonaten ist es besonders schlimm – die Zuckerinvasion scheint kein Ende zu nehmen: Von Halloween sind noch nicht alle Süßigkeiten aufgegessen, da kommen schon die Schokoladen-Nikoläuse. Weiter geht es mit den guten Weihnachtsplätzchen, die wir natürlich nicht missen möchten. Im neuen Jahr überrollt uns dann ein ganzer Süßigkeitenberg: Unsere Kinder bekommen als Sternsinger Unmengen gut gemeinter Süßigkeiten und Schokolade von den Erwachsenen, die damit das soziale Engagement der Kinder honorieren möchten. Seit Jahren spenden wir schon ca. die Hälfte der Süßigkeiten an eine Einrichtung der Tafel – die Kinder aus ärmeren Familien freuen sich und wir uns auch.

Beginnt dann die Hoch-Zeit des Faschings mit den Umzügen los, werden unsere Süßigkeiten-Vorräte durch Unmengen an gesammelten Bonbons und Popcorntüten weiter aufgefüllt. Als negative Nebenwirkung füllt sich auch unser Abfall in dieser Zeit extrem – mit Bonbonpapierchen und Plastikpopcornverpackungen… und Bonbons oder Toffees, die den Kindern dann doch nicht schmecken oder zu viel sind.

Mitten in dieser Süßigkeitenflut fällt mir nun also das besagtes Buch in die Hände. „Wie uns die Lebensmittelindustrie dick macht und für dumm verkauft – Wege aus der Zuckerfalle“ lese ich auf dem Einband. Das interessiert mich wirklich. Vor allen Dingen, wie man von all dem Zucker erfolgreich wegkommen kann. Mit Kindern scheint das momentan für mich ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. 

Zucker als Geschenk und Belohnung

Süßigkeiten begegnen uns überall und sind in unserer Gesellschaft als kleine Zwischenmahlzeit, Belohnung oder Mitbringsel völlig etabliert. Scheinbar sind Schokolade, Bonbons & Co der einfachste Weg, Kindern eine Freude zu machen. Aber tun wir den Kindern damit wirklich etwas Gutes? Eigentlich ahnen wir alle, dass dem nicht so ist, verdrängen dieses Gefühl aber erfolgreich. Und wenn wir die strahlenden Augen des beschenkten Kindes sehen, das sich genüsslich das leckere Stück Schokolade in den Mund schiebt, denken wir: Das bisschen Zucker, das schadet doch nicht. Und guck doch, wie sehr er/sie sich freut! – Und der Schenker wird durch die Freude des Kindes darin bestärkt, ihm beim nächsten Mal wieder etwas Süßes zu schenken – ein Teufelskreis!

Als Eltern hier regulierend Einfluss zu nehmen, ist extrem schwierig und macht außerdem noch unbeliebt!

„Danke, nein. Das ist lieb gemeint, aber mein Kind soll nicht so viele Süßigkeiten essen.“ – Dieser Satz kommt mir schwer über die Lippen, weiß ich doch, dass ich damit nicht nur den Schenker vor den Kopf stoße – er/sie hat es ja nur gut gemeint. Gleichzeitig ziehe ich mir den Unmut meines Kindes zu, weil ich ihm „nichts gönne“ bzw. immer so spießig bin mit meinem ewigen „Iss was Gesundes. – Süßigkeiten sind ungesund.“

Wege aus der Zuckerfalle

Ich hoffe also, in diesem Buch die Erkenntnis zu finden, wie wir alle diesem Süßigkeitenwahn entfliehen können. Ein Patentrezept also: Wie ich ganz easy Zucker aus unserem Alltag verbannen kann und dabei alle – Kinder, Tanten, Großeltern und natürlich ich selbst – alle trotzdem glücklich, zufrieden und gut gelaunt sind, in der weisen Erkenntnis, dass es uns so viel besser geht ohne Zucker! Klingt super, oder? 

Vielleicht zu schön um wahr zu sein… Bestimmt finde ich in diesem Buch zumindest ein paar harte Fakten, die mich darin bestärken, mich durch drastische Zuckerreduzierung in unserem Haushalt bei meinem Mann und den Kindern (und dem Rest der Welt) unbeliebt zu machen, das ganze aber wenigstens mit guten Argumenten und Beweisen.

In meinem Blog werde ich die nächsten Tage (oder Wochen) darüber berichten, welche Erkenntnisse aus dem Buch mich am meisten beeindruckt haben und welche Erfahrungen ich damit mache, in meinem Alltag auf Zucker zu verzichten bzw. den Zuckerkonsum zu reduzieren.

Ich freue mich über jeden Kommentar, in dem ihr von euren Erfahrungen mit Zucker bzw. ohne Zucker berichtet, Tipps oder Rezepte weitergebt oder eure Meinung dazu schreibt.

Start frei für meine persönliche Zucker-Challenge!

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