Bei uns & in der Welt,  Was verändern...

#NO Fracking! – Jugendliche starten Online-Petition

In nur 10 Arbeitstagen hat die Bundesregierung „mal schnell“ Subventionen für den Neubau von LNG-Terminals für verflüssigtes Erdgas beschlossen. Förderung einer neuen fossilen Infrastruktur, „von der keiner weiß, ob sie wirklich benötigt wird und die auch noch die Lieferung von schmutzigem Fracking-Gas aus den USA durch die Hintertür ermöglicht“, so die Aussage von Sascha Müller-Kraenner, dem Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe.

Eine Überprüfung auf Vereinbarkeit mit den Klimazielen und mögliche ökologische Auswirkungen wurden dabei völlig außer Acht gelassen. Im Gegenteil: „Der Import von klimaschädlichem Fracking-Gas aus den USA soll ausgeweitet werden.“

„Die Zeit rennt! Schon in drei Tagen will nun der Bundesrat darüber entscheiden, ob im Norden Deutschlands neue Terminals für den Gasimport entstehen sollen.“

Jede Unterschrift zählt! Gemeinsam können wir dem Klimawandel entgegenwirken!

Hier kommst du direkt zur Petition von Lilli und Gustav auf change.org!

Was ist Fracking?

Fracking bezeichnet eine Tiefbohrtechnik, mit deren Hilfe Schiefergas gewonnen wird, das im Gestein gespeichert ist.

„Dabei wird eine Mischung aus Wasser, Sand und verschiedenen Chemikalien mit hohem Druck ins bis zu 1.500 Meter tiefe Bohrloch gepresst. Im Gestein entstehen jetzt Risse – ähnlich wie bei einer Sprengung oder einem Erdbeben – durch die man das Gas absaugen kann.“ 

Fracking verspricht den Konzernen Milliardengewinne, ist aber eine ökologische Katastrophe.

Fracking - die ökologische Katastrophe

Tausende Tonnen Chemikalien werden pro Fracking-Vorgang in die Erde gepumpt und gelangen auch ins Grundwasser und die Umwelt wie die Erfahrungen aus den USA zeigen. Einige der verwendeten Chemikalien sind krebserregend, hormonverändernd und stark wassergefährdend, d.h. in hohem Maße giftig!

Das Gefahrenpotential des Frackings ist völlig unklar. Zudem haben sich in Deutschland bisher weder das Umweltbundesamt noch ein Umweltministerium mit den Risiken von Fracking beschäftigt.

Dabei ist die Klimabilanz von Fracking-Gas genauso schlecht wie die von Kohle, dazu kommen noch weitere erhebliche Risiken:

  • hoher Energieverbrauch bei der Produktion und Verflüssigung des LNG 
  • Verdacht auf „künstlich ausgelöste“ Erdbeben durch Fracking
  • erheblicher Wasserverbrauch
  • Gefährdung von Grundwasser und Böden
  • Gefahr der Vergiftung von Trinkwasserbrunnen im Umfeld
  • Gefahr von chronischen Erkrankungen der Anwohner

Jugendliche werden aktiv, wo Erwachsene oft schweigend hinnehmen

Zwei Schüler, die maßgeblich auch die „Friday-for-future“ – Initiative und Appelle von Greta Thunberg unterstützen, wollen diese Eilentscheidung der Regierung weg von der klimaschädlichen Kohle-Energie – hin zur klima- und gesundheitsschädlichen Fracking-Technologie nicht hinnehmen und haben eine Online-Petition gestartet:

Wir sind Gustav und Lilli, 16 und 17 Jahre alt und gehen freitags auf die Straße für das Klima. Wir kommen beide aus Hamburg und hier bei uns im Norden, in Stade, Wilhelmshaven und Brunsbüttel, will die Bundesregierung jetzt im Eiltempo neue Terminals bauen, um Gas zu importieren. Das macht uns wütend! Voraussichtlich am 07. Juni will der Bundesrat darüber entscheiden. Wir gehen seit Monaten demonstrieren, um das Klima zu schützen, und nun peitscht die Regierung das nächste klimaschädliche Vorhaben einfach durch?! Das wollen wir – gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) – verhindern!

Weil Fracking so umwelt- und klimaschädlich ist, ist die Förderung von gefracktem Schiefergas in Deutschland nicht erlaubt. Wohl aber in anderen Ländern, wie den USA, wo die Umwelt für gefracktes Gas willentlich von Trump und Co. zerstört wird. Bei den Terminals soll allgemein flüssiges Erdgas (LNG – liquified natural gas) importiert werden, aber viel von diesem Gas wird wohl gefracktes Gas aus den USA sein. Das regt uns auf. Wir finden, wenn Fracking von Schiefergas in Deutschland verboten ist, dann sollten wir Fracking auch nicht in anderen Ländern fördern, indem wir das gefrackte Gas dann importieren! Bisher gibt es in Deutschland keine LNG-Terminal, für unsere Zukunft wär es auch besser, wenn das so bliebe!

Wir fordern den Planungs- und Baustopp der LNG-Terminals.So lange die Bundesregierung nicht den Import von gefracktem Gas ausschließt und die Klimarisiken dieses fossilen Rohstoffes nach dem jüngsten Stand der Wissenschaft bewertet, fordern wir die Ablehnung der Terminals in der Abstimmung im Bundesrat!

Wir gehen seit Wochen im Rahmen der Fridays for Future Bewegung demonstrieren, um Taten für effektiven Klimaschutz einzufordern. Wir werden jetzt nicht still zusehen, wie uns das kurzfristige Denken der Politik binnen weniger Tage weitere langfristigen Schäden aufbürdet!

Bitte unterstützt unsere Petition und sagt auch ihr:

#InfrastructureforFuture: keine neuen Terminals für Klimakiller-Gas!

Eure Lilli und Gustav

Jede Unterschrift zählt! Gemeinsam können wir dem Klimawandel entgegenwirken!

Hier kommst du direkt zur Petition von Lilli und Gustav auf change.org!

Gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft

Unterstützen wir unsere Jugendlichen mit unserer Unterschrift in ihrem Einsatz für eine lebenswerte Zukunft!

Wir müssen heute entscheiden, ob wir Erwachsenen unseren Kindern eine Zukunft mit Perspektive hinterlassen oder eine ökologische Katastrophe.

Lassen wir die Kids nicht hängen! Es ist unsere Verantwortung!

#NoFracking - Die Petition

Hier kommst du direkt zur Petition von Lilli und Gustav auf change.org!

Quellen:

DUH Pressemitteilungen vom 27.3. und 30.4.2019, www.zentrum-der-gesundheit.de/fracking-chemikalien-ia, www.change.org

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.