Leben mit Kindern

Zeugnis für ein wunderbares Kind

Am Freitag gab es in Bayern Zwischenzeugnisse – nicht für alle Kinder ein Grund zur Freude. Obwohl sie sich angestrengt haben, gibt es vielleicht ein paar Fächer, in denen die Noten nicht so sind wie sie – oder die Eltern – es sich gewünscht hätten.

Doch Noten sind nicht alles – im Gegenteil. Es gibt so viele Dinge, die einen wunderbaren Menschen ausmachen, leider aber im Schulzeugnis deines Kindes nicht auftauchen: 

Sein Lächeln, mit dem es sagt: Mama, Papa, ich hab dich lieb! 
Das Strahlen seiner Augen, wenn es sich über manche Kleinigkeiten unglaublich freut: den ersten Krokus im Frühjahr oder das kleine Geschenk zum Valentnistag.
Seine Hilfsbereitschaft, wenn es merkt, der Freund / die Freundin kann etwas noch nicht alleine. 
Sein Mitgefühl, wenn dein Kind spürt, dass es dir nicht gut geht oder dass sich das Geschwisterchen weh getan hat. 

Sein Stolz, wenn es etwas Schwieriges geschafft hat. 
Seine Liebe, die es uns Eltern schenkt – ganz gleich, ob es sich über uns geärgert hat, weil wir mal wieder gestresst und deshalb vielleicht ungerecht waren – dein Kind gibt dir Tag für Tag wieder eine neue Chance…

Zeigen wir unseren Kindern, dass es Wichtigeres gibt, als ein paar Ziffernnoten. Zeigen wir ihnen, dass wir sie lieben, so wie sie sind. Hast du deinem Kind heute schon gesagt:

Schön, dass du da bist!

Auf antenne.de könnt ihr das etwas andere Zeugnis herunterladen und ausdrucken, denn: 

Es gibt nur ein einziges Zeugnis, das wirklich zählt.

Und in diesem Zeugnis geht es nicht um Noten, sondern um das, was unser Herz fühlt und spricht.

Eine wunderbare Idee, finde ich!

Einen sehr interessanten Artikel zum Thema Noten findest du auch bei www.spiegel.de

Lehrerin gibt nur noch gute Noten

„Ist es gerecht, Schülern die Zukunft zu verbauen, weil Lehrer ihnen schlechte Noten geben? Das hat sich eine Lehrerin gefragt – und entschieden: Bei ihr besteht jeder das Abitur.“

 

Zu guter Letzt habe ich euch noch einen Videotipp: 

Das wunderbare Lied Ich lieb mich so wie ich bin“ von dem mittlerweile 12-jährigen Nils Vandeven, das wirklich unter die Haut geht.

„Die Idee zu meinem neuen Lied kam mir nach der Teilnahme an The Voice Kids. Da ich mich in der Zeit auf meine Leidenschaften (Singen und Gitarre spielen) konzentriert hatte, kam die Schule etwas zu kurz. Die Folge, eine 5 in Mathe. Anfangs war ich sehr Traurig und ich fragte mich, warum mich eine Zahl auf dem Papier so sehr aus der Bahn wirft. Trotz vielem überlegen konnte ich keinen vernünftigen Grund entdecken, warum ich mich schlecht und ungeliebt fühlte. Warum zweifelte ich so an mir, obwohl ich bei The Voice Kids noch so selbstbewusst war und an mich und das was ich tat geglaubt habe. In einem Gespräch mit meinen Eltern sagten sie mir, dass es ihnen als Kind genauso ging und sie sich auch schlecht gefühlt hatten wenn die Noten nicht in Ordnung waren.

 

Die meisten Menschen die ich auf das Thema ansprach, erzählten mir ähnliches. Jeder spürte in der Schulzeit Druck und hatte Angst vor schlechten Noten und der Reaktion der Eltern oder der Mitmenschen. Die Frage die ich mir gestellt habe ist die, ob Druck und die Angst zu versagen wirklich Gefühle sind die ich in meiner Kindheit ständig spüren will? Eigentlich sollte meine Kindheit doch noch die unbeschwerteste Zeit des Lebens sein oder? Können Erwachsene nicht irgendetwas tun, damit lernen wieder Spaß macht und Kinder nicht in gut oder schlecht unterteilt, sondern einfach bedingungslos geliebt werden. Würde es uns allen nicht besser gehen, wenn wir nicht immer schneller, besser, weiter machen müssten, um uns selber lieben zu können? In meinem Lied ich lieb mich so wie ich bin habe ich meine Gedanken zu dem Thema verarbeitet und vielleicht entdeckst du dich ja selber in meinen Texten wieder. Wenn dir mein Lied gefällt und du auch der Meinung bist das hier dringend etwas verändert werden muss, dann würde ich mich sehr freuen, wenn du das Video mit möglichst vielen Menschen teilst. Vielleicht ist es ja ein kleiner Anstoß, für ein großes Umdenken. Liebe Grüße Nils“

Quellen: antenne.de, spiegel.de, youtube, nils-vandeven.de

 

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